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Puha… Ich habe lange nichts von mir hören lassen, ich weiß. Ging aber auch schlecht, da ich nicht zu Hause war. Letzte Woche Dienstag bin ich nervlich völlig zusammengebrochen. Ich war eigentlich auf dem Weg zum Bus, da ich eigentlich an dem Tag Nachhilfe geben sollte, aber mitten auf dem Weg blieb mir plötzlich die Luft weg und ich brach fast in Tränen aus. Panik kam auf und ich merkte: Es geht nicht mehr. Ich hab die Nachhilfe abgesagt, auf dem Absatz kehrt gemacht und bin schnurstracks in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses hier gegangen. Dort an der Rezeption hab ich so gut wie kein Wort herausbekommen, nur noch „Ich brauche Hilfe“ und dann bin ich in Tränen ausgebrochen… -_- Die Frau dort war aber sehr freundlich und ruhig und hat direkt den diensthabenden Arzt gerufen und dann ging alles ganz schnell, bis ich mich in einem Krankenzimmer der (geschlossenen) Station 16 wiederfand.

Schwupps, war ich in der Psychiatrie. @@ Und bin es eigentlich immer noch. Ich habe nur im Moment Belastungstest (BLT), bin also über Nacht zu Hause. Morgen abend muss ich wieder zurück in die Klinik und werde am Montag dann aber entlassen, wenn alles hier zu Hause gut läuft. Auch, wenn die mich wahrscheinlich lieber noch länger da behalten wollen, aber mir fällt dort die Decke auf den Kopf.

Meine Güte… die ersten drei Tage war mit mir erstmal gar nichts anzufangen, ich hatte mich völlig zurückgezogen und lag die meiste Zeit nur im Bett in meinem Zimmer. Und noch während des Aufnahmegespräches bekam ich eine Tavor zur Beruhigung, weil ich einfach nicht aufhören konnte, zu weinen und kaum eines ganzen Satzes fähig war. Jetzt bekomme ich Tavor nur auf Bedarf, weil ich gleich am zweiten Tag die halbe Tablette verweigert habe, die sie mir geben wollten. Anweisung war ursprünglich, dass ich viermal am Tag eine halbe bekommen sollte. oO Nene, dann wär ich ja da rumgelaufen wie ein Zombie. Hab ich auch nicht mehr gebraucht, am zweiten Tag war ich auch schon viel ruhiger.

Jetzt gehts mir wieder recht gut seit drei Tagen und darum fällt mir da langsam die Decke auf den Kopf. Viele Therapien hat man ja nicht, die meiste Zeit hängt man auf der Station herum, vor allem, wenn man nicht ohne Begleitung die Station verlassen darf, wie ich die erste Woche lang. Erst diese Woche bekam ich dann mal 1,5 Stunden freien Ausgang und heute auf Morgen eben BLT. Man, bin ich froh, zu Hause zu sein und am Montag entlassen zu werden. -.-

Andererseits tut die Auszeit auch mal gut. Und ich bin geblieben, obwohl ich eigentlich jederzeit hätte gehen können, da ich ja freiwillig dort bin.

Tjo… Nun bin ich also wirklich in der „Klapse“ gelandet, wie ich es schon seit Jahren geahnt habe… ~~ Naja. Leben geht weiter.

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