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Zwischenmenschlich war es auch gut in der Klinik. Es waren alle Gesellschaftsschichten und Altersklassen vertreten, aber das hat man nicht zu spüren bekommen. Ich denke, die Regel, sich auf Station zu duzen ist da sehr hilfreich und bricht schon von vornherein das Eis. Man merkte, alle sitzen in einem Boot und man stößt eigentlich immer auf Verständnis, was man in der Welt „draußen“ ja leider eher selten antrifft.

Natürlich gab es auch mal zwischenmenschlichen Stress. Das ist ja auch normal bei so großen Menschengruppen. Aber irgendwie hat es sich meist mehr oder weniger auch geklärt.

Ich habe einige Leute kennengelernt, mit denen ich mich angefreundet habe und wo ich es schade fände, wenn der Kontakt abbrechen würde.

Ich würde auch sagen, der Austausch mit den Mitpatienten ist mindestens genauso therapeutisch wertvoll wie die Therapien. Ich habe da sehr viel mitnehmen können.

Ich bin wirklich froh gewesen, dass ich dort war. Ich kann mich (bis auf den Punkt mit der medizinischen Versorgung) nicht beschweren, die Klinik ist wirklich gut. Vor allem bin ich nie irgendwie auf Zwang gestoßen. Es ist nichts gegen meinen Willen getan worden. Man ist sehr frei in der Klinik und es wird sehr viel Wert auf Selbstverantwortung gelegt, was ich sehr gut finde.

Jetzt, wo ich wieder „draußen“ bin, muss ich mich nur wieder umgewöhnen. Und darum kämpfen, nicht wieder in alte Muster zu fallen. Aber ich habe einen ambulanten Therapeuten als Stütze. Wird schon schiefgehen.^^

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